Freitag, 20. Dezember 2013

Der Tongariro National Park

Und nach Taranaki ging es wieder in die Landesmitte um den berühmten Tongariro National Park zu sehen - Aber davor bin ich am Lake Taupo vorbeigekommen (wenn man eine Neuseelandkarte vor sich hat dann ist das der grosse blaue Fleck in der Mitte der Nordinsel, ein grosser Kratersee (etwa so gross wie der Landkreis Göppingen!)) und dieses mal war das Wetter besser als bei meinem letzten Besuch :)



Wie vielleicht an den Wellen am oberen Bild zu erkennen ist, war das Wetter nicht gerade ideal und es sah nicht danach aus, dass es am nächsten Tag besser wird (Freitag) denn heute habe ich mich angemeldet für das Tongariro Alpine Crossing - mal dazu ein paar Fakten (Damit die Bildung nicht zu kurz kommt ;) ) Der Tongariro National Park ist der erste und somit älteste National Park in Neuseeland - Hier gibt es zwei nennenswerte Wanderungen: Der mehrtägige Tongariro Circuit und der eintägige Alpine Crossing- Wanderweg, den ich gemacht habe. Die Wanderung ist 20 Kilometer lang (und fängt auf ca. 1100 Höhenmetern an, über den Gipfel auf ca. 1900 Metern bis runter zum Parkplatz auf ca. 850 Metern). Auf dem Wanderweg wird mehrach darauf hingewiesen, dass zum einen die Wetterbedingungen sehr stark schwanken können (auf dem Gipfel sanken die Temperaturen auf ca. 5 Grad) und dass das Gebiet immernoch aktiv ist, also kann es auch u.U. dazu kommen dass man irgendwo zwischendurch umdrehen muss wegen Eruptionen. Aber heute hat alles geklappt, und das Wetter hat sogar mitgespielt, also ging es um halb 8 morgens los mit der Reise. Von dem Parkplatz aus bin ich per Shuttle zum Startpunkt gekommen, von dem aus wir zu unseren Autos zurükgelaufen sind. So und jetzt genug der Rederei :)

Da kamen einem schon Zweifel auf, als man realisiert hat dass man bis zum Abend über diese Bergkette gelaufen sein wird, aber 7 Stunden Wanderung für 20 Kilometer ist wirklich nicht schlecht :)


Der Weg war zwar etwas überlaufen, aber das hat nicht gestört, dazu war 
die Morgensonne über dem Berg zu herrlich :)

Anfangs ging es ja noch sehr eben zu, da war die Hoffnung noch gross nach 2 Kilometern, dass der Rest auch easy wird.


Pustekuchen :) Aber jede Anstrengung hat sich gelohnt, und bis jetzt war die Temperatur noch einigermassen schön.


Und am Horizont war der Mt. Egmont zu sehen, wie die Einheimischen hier sagen würde das nichtmal soo oft vorkommen, dass der zu sehen sei. 


Ziemlich steinig das ganze Gebiet, aber schon jetzt mit tollem Ausblick.


Nach der ersten grossen Steigung kam man auch schon dem Mt. Ngauruhoe nahe, oder wie er besser bekannt ist: Mt. Doom oder der Schicksalsberg aus Herr der Ringe - und davor ein Max, der schon anfängt sich wärmer anzuziehen, da es hier schon etwas frisch wird mit Wind.



Etwas weiter ergibt sich dann der Blick auf einen weiteren Drehort der Herr der Ringe: Mordor, aber wie andere Deutsche und ich später erörtert haben sieht Mordor bei Sonnenschein hundertmal freundlicher aus, genau wie der Schicksalsberg.


Und man hat gemerkt, je höher/weiter man kam, desto mehr Leute sassen am Wegrand und brauchten Pause - Ich gehörte dazu. Aber bei dem Ausblick macht man das gerne :)


Die Emerald Lakes, ein beliebtes Postkartenmotiv,


So viel zu "der Vulkan ist aktiv".


Und als ich das auf einem Schild gesehen habe, dachte ich mir nur "Mensch die Schwaben sind doch überall" Und der Meinung waren auch 5 andere deutsche Wanderer :) Ich finde es immer noch amüsant ;)


Und wieder ein toller Anblick: Im Vordergrund der Red Crater (über dessen Rand (der rechte Gipfel) der Wanderweg ging), in der Mitte der Schicksalsberg (dessen Namen ich bis heute noch nicht buchstabieren geschweigedenn aussprechen kann - Mt. Ngauruhoe) und im hintergrund der schneebedeckte Mt. Ruapehu (Auch in dieser Jahreszeit ein Skigebiet)


Der Blue Lake, strahlend blauer See mit End-of-the-World-Feeling



Und auf zum Abstieg, der hintere der Seen, die zu sehen sind ist ein Teil des Lake Taupo.




Und nach 7 Kilometern Abstieg habe ich gemerkt, dass der Abstieg wirklich der härtere Teil einer Wanderung ist, auf den letzten Metern bin ich fast gekrochen, hab es aber trotz tonnenschwerer Füsse geschafft, als Belohnung bin ich noch ins lokale Thermalbad gegangen um dem Muskelkater vorzubeugen,  scheint bis jetzt zu funktionieren :) Damit wünsche ich euch noch einen schönen Tag und frohe Weihnachtsvorbereitung :)
Euer Max

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